Pilzseminar - Wochenkurse

Pilzbestimmung  von der Pike auf kennenlernen,  trainieren und sofort anwenden

Die verborgenen Herrscher des Lebens:
Pilze und ihre universelle Bedeutung
Pilze sind allgegenwärtig, doch oft entgehen sie unserer Aufmerksamkeit. Sie leben in uns und um uns herum, unterstützen uns und alles, was unser Leben ermöglicht. Während Sie diese Zeilen lesen, formen Pilze das Leben auf der Erde – wie sie es seit über einer Milliarde Jahren tun. Sie zersetzen Gestein, schaffen fruchtbare Böden, neutralisieren Umweltgifte, nähren und vernichten Pflanzen, überleben im Weltraum, inspirieren Visionen, liefern Nahrung, produzieren Medikamente, beeinflussen das Verhalten von Tieren und gestalten die Erdatmosphäre mit. Pilze bieten uns tiefgreifende Einblicke in unseren Planeten und unsere eigene Wahrnehmung, Emotionen und Handlungen. Dennoch bleiben sie weitgehend im Verborgenen – über 90 % der Pilzarten sind noch unbekannt. Je mehr wir über sie lernen, desto deutlicher wird, dass ohne sie vieles keinen Sinn ergibt, schreibt Merlin Sheldrake in seinem Bestseller Verwobenes Leben von 2020 .

Wir befassen uns auf unseren  einwöchigen Intensivseminaren  mit  den sogenannten Großpilzen wie Basidiomyceten und Ascomyceten

Pilzseminare A + B: Grundkurs Pilzbestimmung – Einführung in die Pilzkunde"

Kursbeschreibung:

Ob Sie ohne Vorkenntnisse starten oder bereits rund 100 Pilzarten kennen – in diesem Grundkurs A werden alle Fragen beantwortet, auch die, die Sie noch nicht gestellt haben. Der Kurs bietet eine umfassende und fundierte Einführung in die Mykologie, die als Grundlage für weiterführende Seminare dient. Ziel ist es, ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur zu entwickeln und die Basis für eine systematische Pilzbestimmung zu schaffen

Hinweis:

Dieser Kurs ist der Einstieg in die professionelle Ausbildung zum Pilzberater oder Pilzsachverständigen nach den Vorgaben der Deutschen Pilzschule.

Das erwartet Sie auf  Pilzseminar Doppelkurs A

    Grundlagen der Pilzkunde:

       Einführung in die Mykologie und Pilzsystematik.

       Überblick über wichtige Pilzökologie und Pilzsoziologie.


   
Speisepilze und Doppelgänger:

       Gegenüberstellung essbarer Pilze und ihrer giftigen Doppelgänger.


   Familien und Gattungen im Fokus:

       Polyporales (Stielporlinge und Verwandte).

       Boletales (Röhrlinge und Verwandte).

       Freiblättler (Dachpilze, Champignons, Schirmlinge, Wulstlinge).


   Methoden der Pilzbestimmung:

       Erstellung und Interpretation von Sporenabdrucken.

       Anfertigung von Pilzbeschreibungen, Habituszeichnungen und Fundortangaben.

       Praktisches Training mit Bestimmungsschlüsseln.

  Hypogäisch wachsende Pilze (Trüffeln):

       Vorstellung der wichtigsten unterirdischen Pilze, die auch ohne Hund auffindbar sind.


   Pilzzucht:

       Vegetative Vermehrung von Pilzen wie Judasohren, Austernseitlingen, Kräuterseitlingen, Stockschwämmchen und Shii-Take.

       Herstellung von Pilzbrut mit einfachen Mitteln.

       Kultivierung auf Holzstämmen oder Substratmischungen.

       Sexuelle Vermehrung, demonstriert am Beispiel des Edelreizkers.


Exklusiv bei uns: Lernen Sie den  berühmtesten deutschen Pilzlehrer  in der Talkshow Tietjen & Bommes im NDR kennen

Das erwartet Sie auf  Pilzseminar Doppelkurs B


Weiterführung in die Welt der Lamellenpilze

Etwa 75 % aller auffälligen Pilzarten, die wir antreffen, sind Lamellenpilze. Verständlich, dass viele wissen möchten, ob diese essbar sind. Besonders reizvoll sind schmackhafte Arten, die oft in großer Menge oder Büscheln wachsen – ideal für Mahlzeiten sowie Vorräte zum Trocknen oder Einfrieren. Unter den Ordnungen der Sprödblättler  (Russulales) und Faserblättler  (Agaricales) finden sich sowohl giftige als auch wohlschmeckende Speisepilze. Ergänzend dazu werden im Kurs auch die selten thematisierten, mit Lamellenpilzen verwandten Trüffeln (hypogäisch wachsende Pilze) vorgestellt.

Wir lehren, wie Sie durch die Welt der Pilze navigieren

Fokus auf neue Erkenntnisse und Pilzgruppen

Neuere phylogenetische Untersuchungen haben zu einer Neuordnung der Verwandtschaftsverhältnisse geführt, die in der Literatur teils schwer nachvollziehbar sind. Aufbauend auf den Grundlagen des Doppelkurses A vertiefen wir Gattungs- und Artkenntnisse zu wichtigen Vertretern der Sprödblättler (Täublinge, Milchlinge) und Faserblätterpilze.

Intensivierung der Kenntnisse:

  • Freiblättler-Familien: Dachpilze, Champignons, Schirmlinge und Wulstlinge.
  • Agaricales-Unterordnungen: Hellsporer, Dunkelsporer, farbenprächtige Saftlinge, geheimnisvolle Rötlinge und Ritterlingsartige (ca. 100 Gattungen).
  • Weitere Gruppen: Stummelfußartige, Mistpilzartige, Schleierlingsartige, Tintlings- und Träuschlingsartige.
    Besonderes Augenmerk liegt auf der Unterscheidung zwischen tödlich giftigen Pilzen und begehrten Speisepilzen – ein essenzielles Thema, da über 90 % der europäischen Giftpilze Lamellenpilze sind.

Pilzweltenvielfalt  Bauch--, Gallert-und Nichtblätterpilze in Theorie und Praxis

Erweiterung: Bauchpilze und andere Pilzgruppen

Vor der Einführung in die Schlauchpilze (Ascomyceten) beleuchten wir in Theorie und Praxis weitere Pilzgruppen:

  • Gallertpilze: Judasohren, Zitterlinge.
  • Bauchpilze: Teuerlinge, Erdsterne, Stäublinge (z. B. Riesenbovist),  Schleim- und Böhmische Trüffel).
  • Dekorative Pilze: Trameten, Korallenpilze, Glucken und Stachelpilze (z. B. Igelstachelbart).

Praktische Übungen und Bestimmungsmethoden

Der Kurs bietet praktische Fertigkeiten zur genauen Pilzbestimmung, darunter:

  • Anfertigung und Interpretation von Sporenabdrucken.
  • Erstellung detaillierter Pilzbeschreibungen mit Zeichnungen.
  • Erfassung von Standort- und Fundortangaben.
    Tägliches Bestimmungstraining erfolgt mit dichotomen Schlüsseln

Faszinierende Welt der Schlauchpilze: Von Morcheln bis Trüffeln

Zu Beginn tauchen wir in die vielfältige Welt der oberirdisch wachsenden Schlauchpilze (Ascomyceten) ein. Dazu zählen köstliche Speise- und Spitzmorcheln, aber auch Herbst- und Frühjahrslorcheln sowie Becherlinge, Öhrlinge und weitere Arten. Anschließend widmen wir uns den unterirdisch lebenden Pilzen, insbesondere den echten Trüffeln und ihren nahen Verwandten wie Wüstentrüffeln, Balsamtrüffeln und Blasentrüffeln. Um potenzielle Verwechslungen mit giftigen Arten zu vermeiden, stellen wir charakteristische Unterschiede heraus. Da eine exakte Bestimmung oft nur unter dem Mikroskop möglich ist, betrachten wir auch die wichtigsten mikroskopischen Merkmale von operculaten und inoperculaten Ascomyceten, darunter Asci und Paraphysen.

Pilzseminare: Termine, Zeiten, Kosten etc.

Termine: 
13.- 17. Oktober 2025 Grundkurs Pilzbestimmung – Einführung in die Pilzkunde (
Doppelkurs A)
20.- 24. Oktober 2025 Grundkurs Pilzbestimmung – Einführung in die Pilzkunde (
Doppelkurs B)
Zeiten:
Montag- Donnerstag 09.00 – 17.00 h, Freitag 09.00 – 15.00 h 
Veranstaltungsstätte:
Thüringer Freilandpilze, Kindelbrück OT Kannawurf, Haupstr. (ehem. Gärtnerei Vogt)
Referenten: Dieter Honstraß, Anja Kolbe-Nelde
Seminargebühr: 398 € 
Zahlungsweise: 198 € bei Buchungsbestätigung, Restzahlung bei Kursbeginn
Ausbildungszertifikat: ja
Tätigkeitsabzeichen: ja
Anmeldungen: nur per Mail mit kompletter Wohnanschrift

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