Im Trüffelanbau gibt es kaum sichtbare, aber enorme Unterschiede. Traditionelle Methoden aus bekannten Trüffelländern erfordern oft sieben bis zehn Jahre Wartezeit bis zur ersten Ernte. Die Forschungsgruppe Hypogäen hat in 13 Jahren ein innovatives Anbauverfahren entwickelt und erfolgreich erprobt. Diese Hochertragsanlagen ermöglichen einen früheren Erntebeginn und Erträge von über 100 kg/ha ab dem 10. Jahr.
Als einzige Trüffelbaumschule nutzt Thüringer Freilandpilze dieses weiter optimierte Konzept – für maximale Erträge in kürzerer Zeit.
In der noch jungen Pilzwirtschaft fehlt eine geregelte Ausbildung – anders als in Forst- oder Landwirtschaft. Diese riesige Lücke schließen wir exklusiv für unsere Kunden mit individueller Beratung und fundierter Schulung in Theorie und Praxis. Dank langjähriger Erfahrung in der Ausbildung von Trüffel- und Trüffelanbauberatern haben wir ein praxisnahes Programm in zwölf Tagesmodule entwickelt.
Theorie und Praxis ergänzen sich optimal, inklusive persönlicher Beratung direkt auf Ihrer Trüffelanlage.
Modul 1: Sa, 21. Juni 2025 und/oder 01. Nov. 2025
Modul 2: Sa. 22. Juni 2025 und/oder 02. Nov. 2025
Modul 3: Sa. 19. Juli 2025
Modul 4: So. 20. Juli 2025
Uhrzeit: jeweils 10.00 bis 16.00 Uhr
Veranstaltungsstätte: Thüringer Freilandpilze, Jägerstr. 15 A in Schönewerda
Kosten: je 75 €/Person/Veranstaltung (Teilnehmerbegrenzung)
Teilnehmerkreis: nur für Kunden der Thüringer Freilandpilze
Gastreferent: Dieter Honstraß, Leiter der Trüffelschule und der Forschungsgruppe Hypogäen (FGH)
Anmeldungen: frühzeitige Anmeldung per Mail erbeten
Voraussetzung zur Teilnahme am Modul 2, 3 und 4 ist die erfolgte Teilnahme an dem jeweils vorherigem Modul.
Als Trüffelpilzschule vermitteln wir Ihnen in einer umfassenden Ausbildungsserie praxisnahes und theoretisches Wissen, um der Konkurrenz stets einen Schritt voraus zu sein. Unser Ziel ist es, Sie optimal auf die Herausforderungen des Trüffelanbaus vorzubereiten und Ihre Erfolgschancen nachhaltig zu steigern.
Modul I – Sicherer Start in den Trüffelanbau
Ob Sie erst kürzlich oder bereits vor Jahren mit Ihrer Trüffelanlage gestartet sind – fehlende Erfahrung kann Zweifel säen. Wir analysieren gemeinsam, ob in der Vorbereitungsphase alles richtig umgesetzt wurde. In praxisnahen Übungen lernen Sie, Wurzelspitzenproben zu entnehmen und unter dem Binokular zu prüfen, ob die Trüffelmykorrhiza intakt ist oder von Bodenpilzen verdrängt wurde. Aufbauend darauf vertiefen Sie später die mikroskopische Bestimmung der Mykorrhizen
Inhalte von Modul I:
Empfehlung: an Modul 1 und 2 sollten Sie zur Festigung und Verinnerlichung der elementaren Kenntnisse zweimal teilnehmen
Der Boden ist der zentrale Faktor im Trüffelanbau. Die Forschungsgruppe Hypogäen hat anhand natürlicher Fundstellen ermittelt, welche Bodeneigenschaften für den erfolgreichen Anbau nötig sind. Diese Erkenntnisse werden durch betriebsinterne Feldforschung laufend ergänzt.
Speziell geschulte Bürgerforscher führen regelmäßig Untersuchungen durch, um unbeachtete Fragen zu klären.
Ziel ist es, auch kleinste Wissenslücken im Trüffelanbau zu schließen. Die dabei gewonnenen wissenschaftlichen Daten sind direkt auf praktische Fragestellungen von Trüffelanbauern anwendbar. Neben Bodendaten werden sämtliche naturkundlichen Spuren an besonders guten Fundorten gesammelt und ausgewertet.
Dieses exklusive Wissen steht ausschließlich den Kunden der Trüffelpilzschule zur Verfügung.
Im zweiten Modul wird besonders der Boden näher betrachtet. Nach einer schulmäßigen Bodenprobe, die zur Analyse in ein Labor gegeben wird, werden gemeinsam die entscheidenden Parameter für den Pilzanbau ermittelt. Dazu gehören Bodenarten, pH-Wert, Humusanteil, freier Kalk und weitere wichtige Daten. Mit diesem Grundwissen fällt es den Teilnehmern leichter, die Empfehlungen der Trüffelbaumschule nicht nur zu verstehen, sondern sie auch praxisnah umzusetzen.
Erfolgreicher Trüffelanbau erfordert mehr als nur günstige natürliche Bedingungen. Daher beschäftigen wir uns intensiv mit unterschiedlichen Bewässerungsmethoden. Bewährte Konzepte zur Wasserbeschaffung und -speicherung werden vorgestellt, um die Trüffelproduktion gezielt zu steuern und die gewünschten Erträge zu erreichen. Zudem wird empfehlenswerte Technik präsentiert, mit der der Witterungsverlauf auf der eigenen Plantage präzise erfasst werden kann. Diese Daten dienen als Grundlage, um gezielte Steuerungsmaßnahmen abzuleiten.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Mykorrhizierungsprüfung. Hierbei gehen wir einen Schritt weiter in Richtung mikroskopische Analyse. Dadurch können Konkurrenzpilze frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Bei einer geplanten Erweiterung der Anbaufläche profitieren Trüffelbauern zudem vom vertieften Wissen über die Hyphensysteme von Ekto- und Endomykorrhizen im Boden. Diese Themen werden in Modul II umfassend behandelt, um den nachhaltigen Erfolg im Trüffelanbau sicherzustellen.
Themen und Inhalte werden hier noch nach und nach bekannt gegeben.